Spree-Kino bis 3. Oktober im Regierungsviertel: Deutsche Parlamentsgeschichte nach Einbruch der Dunkelheit

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Politik hat in Berlin traditionell einen Platz am Wasser. Stadtschloss, Reichstag und Kanzleramt stehen bzw. standen an der Spree. Und auch die Bundesparteizentralen von SPD und CDU residieren am Landwehrkanal. Wieso es die Politik in ihrem Repräsentationsbedürfnis ans Wasser zieht, ist in Berlin Wasserwelten nachzulesen. Das Marie-Elisabeth-Lüders-Haus wird nun auf verblüffende Weise allabendlich zum Spree-Kino.

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Das Faszinierende an den Bundesregierungsbauten in Berlin ist, wie öffentlich zugänglich sie von Wasserseite aus sind. Man kann an ihnen mit dem Schiff vorbeifahren oder zu Fuß wie auf einer Uferpromenade entlang flanieren. Den Abschlussbau des "Band des Bundes" bildet des Marie-Elisabeth-Lüders-Haus, in dem u.a. die Bibliothek des Deutschen Bundestages, Parlamentsbibliothek und das –Archiv untergebracht sind. Aus dem wurde Material für einen Film gefischt, der die Parlamentsgeschichte von der Kaiserzeit bis zur Wiedervereinigung bebildert. Projiziert wird der Film auf die Glasfassade des Hauses, und zwar als kreisrunder Ausschnitt, der damit die runde Öffnung der Betonfassade aufgreift.

Täglich zwischen 20 und 22 Uhr läuft der Film allabendlich dreimal. Info.

 

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