Richtig Schleusen – Teil 3: In der Schleuse
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Wichtig: Unbedingt bis ganz nach vorne in die Schleuse einfahren, die Sportboote hinter einem wollen auch noch festmachen.
Grundsätzlich niemals neben einem großen Frachtschiff einfahren. Auch nicht neben einem solchen festmachen, außer man wird vom Schleusenpersonal oder dem Schiffsführer dazu explizit aufgefordert. Fahrgast- und Güterschiffe können während des Schleusenvorgangs um einige Meter seitlich versetzt werden und das eigene Boot zerdrücken.
Versuchen sie bei kleineren und sehr frequentierten Schleusen, möglichst optimal die Schleuse zu füllen. Es hilft, wenn man etwas mitdenkt. So passen in den sogenannten Finowmaßschleusen ( 5 Meter Breite) meistens zwei kleinere Sportboote nebeneinander, aber nur ein Charterschiff in die Schleuse. Fahren sie ein breites Sportboot, beharren sie nicht auf ihren Schleusenrang, wenn sie sehen, dass ein schmales Boot noch vor Ihnen neben ein anderes schmales Sportboot passen würde. Das gilt natürlich auch anders herum. Suchen sie nach einer intelligenten und praktikablen Lösung und verständigen sie sich durch Handzeichen und Zurufen. Kanus sollten prinzipiell nach den Motor- oder Segelbooten einfahren, da sie in der Schleuse nach dem Festmachen der großen Boote immer noch einen Platz finden, dies aber in der Regel andersherum nicht mehr funktioniert.
Suchen sie sich einen Poller, eine Stange oder eine andere Festmachmöglichkeit aus und steuern sie diese an. Sagen sie ihrer Besatzung klar an, wo sie die Leinen befestigt haben wollen. Legen Sie die Leinen auf Slip, da sie auch bei den Stangen eventuell die Leine mehrmals umgreifen müssen. Je nach Hubhöhe brauchen sie dementsprechend lange Leinen. Gibt es an einer Schleuse nur Poller an der Oberkante der Schleuse, so sollte die Länge der Leinen das Doppelte der Hubhöhe plus zwei Meter betragen. Bringen sie erst jetzt ihre Fender aus.
Machen sie grundsätzlich mit einer Leine hinten und einer vorne fest - der Bootshaken ist zwar manchmal bequemer, kann aber leicht abrutschen.
Stellen sie ihre Maschine ab.
Wenn sie zusammen mit Kanus schleusen, bringen sie Fender und Leinen an ihrem Boot aus, damit sich die Kanus, die nicht an der Schleusenmauer festmachen können, an Ihnen festhalten können.
Sobald die Schleusentore geschlossen sind und alle Boote festgemacht haben, beginnt der Schleusenvorgang. Fieren sie die Leine nach oder holen sie auf, je nachdem ob sie zu Tal oder zu Berg schleusen, bzw. in welcher Höhe ihre Festmacher liegen.
Bedenken sie, dass sie in Schleusen mit großem Hub große Strömungen haben. Wenn sie zu Berg schleusen, kommt die Strömung von vorn, zu Tal von hinten. Wenn sie jetzt nur eine Leine festgemacht haben, kann ihr Boot in der Schleuse verdriften. Fieren sie die Leine niemals aus der Hand, sondern grundsätzlich immer über eine Klampe, sie können so die Leine mit wenig Kraftaufwand aufstoppen. Belegen sie während des Schleusenvorgangs niemals eine Klampe an Bord, schon gar nicht mit einem halben Schlag. Die Leine kann sich verkneifen und damit ihr Boot aufhängen.
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