Richtig Schleusen – Teil 2: Vor dem Schleusen
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Es empfiehlt sich, zuerst die Öffnungszeiten der Schleusen zu checken und danach den Törn zu planen. Die Öffnungszeiten der Schleusen richten sich nach dem abgeschlossenen Schleusenvorgang, man sollte also spätestens 30 Minuten vor Ende der Öffnungszeiten vor dem Schleusentor liegen, um noch geschleust zu werden!
Fast alle Schleusen haben separate Wartestellen für Sportboote. Diese Wartestellen können je nach Beschaffenheit der Schleusenvorhäfen links oder rechts von der Schleuse sein. Sie sind in der Regel durch ein Schild "Sportbootwartestelle" gekennzeichnet, manchmal auch mit einem blauen P-Schild für Parken versehen. Man macht grundsätzlich an den Wartestellen fest, denn sie dienen zur Trennung des Verkehrs bei der Ein- und Ausfahrt, sowie der sicherheitsbedingten Trennung zwischen Berufs- und Freizeitschifffahrt.
Jede Sportbootwartestelle ist mit einer eigenen Ampelanlage versehen. Achtung: Diese Ampel wird unabhängig von der Signalanlage der Schleuse gesteuert. Man darf keineswegs über Rot an der Sportbootwartestelle fahren, auch wenn die Signalanlage der Schleuse auf Grün steht - es können noch Fahrzeuge der Berufsschifffahrt hinter einem kommen, die aber beim Schleusen Vorrang haben. Also: die grüne Ampel, die für Sportboote relevant ist, ist tatsächlich zuerst die an der Sportbootwartestelle, und erst dann die an der Schleusenkammer!
Man fährt grundsätzlich bis nach vorne an die Sportbootwartestelle - nicht bis fast nach vorn, nicht bis in die Mitte, nicht bis hinten, sondern ganz nach vorne! Die nachfolgenden Sportboote wollen auch noch festmachen und nicht im Vorhafen Kreise fahren.
Dann heißt es: freundlich an der Gegensprechanlage anmelden, z.B. mit den Worten "hier ist das Sportboot Soundso, ich möchte bitte geschleust werden". Wer ein Funkgerät an Bord hat, kann das Schleusenpersonal auch über die Schleusenfrequenz ansprechen. Bitte dies aber nur tun, wenn man das einzige Boot vor der Schleuse ist - bei mehreren wartenden Booten reicht es aus, wenn das erste Boot im Rang die Schleuse kontaktiert hat. In der Regel hat das Schleusenpersonal über eine Videokamera das Boot schon gesehen und gibt Antwort, wann geschleust werden. UND: Wartezeit einkalkulieren! In den Revieren um Berlin mit stark frequentierten Schleusen und Einwegverkehren fährt die Berufsschifffahrt oft nach einen eingetakteten Fahrplan, der Vorrang hat und durcheinander gebracht würde, wenn man die Sportboote außerplanmäßig schleust.
Sobald man Grün bekommt, fährt man in die Schleuse ein. Die Leinen hat man dazu bereits vorab aufgeklart und griffbereit an den vorhandenen Klampen an Bord bereitliegen, ebenso die Fender. Weil: Im Einfahren in die Schleuse hat man genug damit zu tun, zu entscheiden, an welcher gelb markierten Stange man sinnvoll fest macht. Da muss das Tauwerk zum Festmachen parat liegen und nicht erst hergewurschtelt werden! Es ist übrigens nicht zu empfehlen, mit ausgehängten Fendern in die Schleuse einzufahren, da sie sich in den Spundwänden der Schleuse verhaken und abreißen können.
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