Richtig Schleusen – Teil 1: Großes Schleusen-Kino

Großes Schleusen-Kino in und um Berlin: Wer mit dem Boot durch die Stadt fährt oder im Berliner Umland unterwegs ist, muss zwangsläufig Schleusen passieren. Das ist eigentlich recht unkompliziert, so man die Grundregeln verinnerlicht hat und ein bisschen mitdenkt. Weil vielen Bootfahrern aber die Routine fehlt, kommt es immer wieder zu Szenen von großem Unterhaltungswert bis hin zu komplett nervtötenden Situationen.

Da wird nicht oder falsch festgemacht und dann kreischend mit dem Bootshaken hantiert, weil sich das Boot unerwartet hin und her bewegt (ja, in einer Schleuse gibt es viel Wasserbewegung!) oder den Nachbarn zu rammen droht. Schön auch, wenn das Boot falsch festgemacht wurde und plötzlich schief in der Luft hängt, während sich der Wasserspiegel absenkt. Und der Klassiker ist das Einfahren in die Schleuse: Hauptsache, ich bin drin und packe mich gleich fett in die Mitte. Wie, da kommen noch andere Boote? Ich dachte, das ist meine Privatschleusung… Kein Wunder, dass die Schleusenwärter in den großen Stadtschleusen, die von Berufsschifffahrt und Sportbooten gemeinsam genutzt werden, völlig unbeleckte Privatfahrer per ruppiger Lautsprecherdurchsage zurechtweisen.

Zur Orientierung gibt es in den folgenden Beiträgen eine Schleusen-Fibel, die allen Sportbootfahrern und Kanuten beim Schleusen als Hilfestellung dienen soll.

Verinnerlichen sollte man in jedem Fall zwei Dinge:

  1. Schleusen (in der Regel sind es Kammerschleusen) dienen dazu, Höhenunterschiede zu überwinden, die durch Zulauf und Ablauf von Wasser reguliert werden. Dieser Zu- und Ablauf erfolgt meist mit einer ziemlichen Geschwindigkeit und dementsprechendem Druck, der sich zwangsläufig auf die Boote auswirkt. Zentral wichtig ist also, dass Boot richtig festzumachen: einerseits muss die Leine im Höhenunterschied mitlaufen können, andererseits muss das Boot in seinem Bewegungsradius so gesichert werden, dass es durch das einströmende Wasser nicht gegen andere Boote gedrückt wird.
  2. Da man selten allein geschleust wird, gilt: hinschauen und mitdenken! Wie viele Boote machen neben mir fest, wie viel Platz brauchen sie, wie kann man sich im Paket nebeneinander sicher platzieren. Schleusen sind immer klein genug, um gute Kommunikation per Zuruf und Handzeichen zu ermöglichen.

Fazit


Schleusenvorgänge sind ein Miteinander. Absprachen untereinander sind so hilfreich wie sinnvoll.

 

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