Viel Ruhm, viel Ehr’ auf dem Wasser

Würde Berlin Wasserwelten einen Preis vergeben, dann ginge er in diesem Jahr eindeutig an ein wasser-ökologisches Innovationsprojekt, nämlich an Ralf Steeg und sein hart erkämpftes Spree2011. Nach sieben Jahren Durchhaltevermögen in einer Stadt, die seitens Behörden und Bewohnern die Bedeutung des Wassers als Lebensraum nicht spürt, nicht versteht und damit auch nicht lebt, werden dennoch aktuell die Leitungen für die Pilotanlage auf dem Behala-Gelände im Osthafen verlegt. Die Abwasser-Auffangbehälter werden im Frühjahr 2012 installiert und man sollte dieses innovative Projekt zur Verbesserung der innerstädtischen Wasserqualität unbedingt im Auge behalten.

Tatsächliche Preise wurden aktuell auf der Berliner Bootsmesse vergeben. Auch dort schaut man sich zwingend nach Innovationen um, wurde aber nicht in Deutschland, sondern in den Niederlanden fündig. Ausgezeichnet mit dem Innovationspreis wurde Leendert Messchendorp und seine Firma Jachtbouw 2000 für das umweltfreundliche Hybridschiff Nectus Habitat One – ein schwerer Stahlverdränger mit Elektroantrieb, den wir hoffentlich 2012 auch auf der Spree sehen, aber nicht hören werden.

Der diesjährige Klassikerpreis wurde regional vergeben an die Firma Yachttechnik Potsdam, deren Bootsbaumeister Frank Fritze für seine hervorragende handwerkliche Arbeit beim Restaurationsprojekt einer Riva Ariston geehrt wurde. Und erstmals verliehen wurde der Boot und Fun-Preis für ein Lebenswerk: Gerhard Keser ist mit seinem Bootscenter Keser seit mehr als vierzig Jahren in Spandau für den Wassersport im Einsatz und durfte voller Rührung Blumen und Pokal entgegen nehmen.

Optionales Highlight für 2012: die Wiederholung vom "Havelkaiser" mit Günter Pfitzmann auf dem RBB?!

 

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