Wasser-Politik 2 – Enteignungsantrag am Groß Glienicker See

Der Zoff um den Zugang zu Uferwegen an Seen in Brandenburg ist legendär. Seit Jahren schwelt zwischen Privatanwohnern und Öffentlichkeit ein Streit um den Zugang zum Seeufer am Griebnitzsee, der ganz handfest ausgetragen wird: Mit Hecken-Pflanzungen oder Bauzäunen verteidigen die Eigentümer ihren Weg gegen Spaziergänger. Auch am Groß Glienicker See greifen seit 1999 ca. 40 Anwohner zu einer Vielfalt an Mitteln – Erdwälle, Komposthaufen, Dornengestrüppe, Betonklötze -, um der Allgemeinheit den Uferweg zu versperren. Die Stadt Potsdam bereitet hier nun für Anfang November die Enteignung vor.

Der Knackpunkt, der die Situation am Groß Glienicker See vom Griebnitzsee unterscheidet, ist ein gültiger Bebauungsplan, der für die öffentliche Promenade des Groß Glienicker Sees vorliegt. Bereits seit 1998 ist das Ufer Landschaftsschutzgebiet. Zudem kann sich die Stadt darauf berufen, dass sie den Anrainern ein Kaufangebot gemacht hat, was diese aber ablehnen.

Wie teuer die bei Enteignung anfallenden Entschädigungszahlungen an die Eigentümer ausfallen werden, ist noch unklar.

Bürgerinitiative Gross Glienicker See

 

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