Wasser-Politik 1: Trouble beim Berliner Wassertisch

Im Februar hatte der Berlin Wassertisch erfolgreich das Volksbegehren auf die Offenlegung der Teilprivatisierungsverträge bei den Berliner Wasserbetrieben durchgeführt – übrigens das erste erfolgreiche Bürgerbegehren in der Geschichte Berlins. Doch jetzt gibt es anscheinend unüberbrückbare interne Streitigkeiten über die weitere Zielsetzung.

Eine Gruppierung von Mistreitern, die sich Berliner Wasserbürger nennen und auch eine eigene Website betreiben, strebt ein zweites Volksbegehren an, das die Rekommunalisierung der Wasserbetriebe, also sprich den Rückkauf, erzielen will. Die Wasserbürger wollen einen bürgernahen und kostengünstigen Rückkauf erwirken, der Berliner Wassertisch hingegen ist derzeit gegen einen Rückkauf, sondern für eine Rückabwicklung dieser Privatisierungsverträge. Wie der Wassertisch jetzt auf seiner Website bekannt gab, hat man sich offiziell von dieser Gruppierung getrennt. Was tatsächlich hinter den Flügelkämpfen steckt, verstehen jedoch wohl nur Eingeweihte, denn immerhin wirft man sich gegenseitig Intransparenz vor. Recht bedauerlich anbetracht der bereits erzielten Erfolge des Berliner Wassertischs und vor allem auch dem langen Weg, den die Initiative bei der Durchsetzung ihrer Ziele noch vor sich hat.

 

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