Die Krise der Luxushotels am Wasser – auch in Berlin-Brandenburg

Das Resort am Schwielowsee haben wir in Berlin Wasserwelten auf unserer Umland-Tour Süd-West beschrieben. Dessen Hotelchef Axel Hilpert befindet sich seit 9. Juni in Untersuchungshaft, ihm wird schwerer Subventionsbetrug vorgeworfen. Auch Harald Løkkevik, der norwegischen Investor der Yachthafenresidenz Hohe Düne in Warnemünde, sitzt im Gefängnis, gegen ihn wurde jüngst Anklage wegen Subventionsbetrug erhoben.

Die Luxushotels am Wasser sind in der Krise. Das Nobelressort Grand Hotel Heiligendamm an der Ostsee ist seit Jahren immer wieder im Gespräch – jedoch nicht wegen seines angenehmen Komforts, sondern wegen seiner unluxuriösen Dauerbaustellen, zu geringen Buchungen und den eingefahrenen Verlusten. Immer wieder steht eine mögliche Insolvenz von Heiligendamm im Raum. Und auch das Schloss Hubertushöhe gab in diesem Sommer nach dem Abgang des Direktors Marc Debourdon de Grammont ein tristes Bild ab: der Park ums Hotel ungepflegt, die Marina unbetreut, das Hotel wie im Schlaf versunken.

Während sich in Heiligensee die Zimmer nicht füllen, hatte Hubertushöhe immer schon das Problem, zu wenige Zimmer zu haben. Das Ergebnis läuft jedoch bei beiden auf die Unrentabilität hinaus. Die zumindest ist im Resort Schwielowsee nicht gegeben, dort läuft der Betrieb gut. Axel Hilpert wollte ursprünglich auch das benachbarte Schloss Petzow am Schwielowsee zu einem Sterne-Hotel ausbauen, doch diese Pläne sind bereits seit letztem Jahr passé. Sollte Hilpert verurteilt werden, droht ihm zudem eine mehrjährige Haftstrafe.

 

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