Das Spree Problem
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Es gibt bis heute keine Möglichkeit auf den fünf Kilometern zwischen dem Historischen Hafen an der Mühlendammschleuse und dem Osthafen mit dem Boot legal festzumachen. Anfang Februar waberten Gerüchte wie Nebel über die Spree: Die Betreiber der Bar 25 suchten eine neue Location, hätten sich aber getrennt. Ein Teil suchte sein Glück im alten Lagergebäude des Neuen Deutschland-Verlag in Alt Stralau. Die Gastro-Fraktion hatte sich zwischendurch im Radialsystem einquartiert, hört aber wieder auf.
Alt Stralau, unter der Elsen Brücke: Eine geile Location: Ein altes Gebäude, riesiges Freigelände, ein eigenes Hafenbecken an der Spree und null Probleme mit Anwohnern, weil keine vorhanden, bzw. kriegen eh nix mit wegen Durchgangsverkehr und Eisenbahnbrücke. Die Eigentümer lachten sich ins Fäustchen, konnten sie sich die Bewerber aussuchen - die Betreiber des Club der Visionäre hatten auch schon angefragt. Gut dass man sich für keinen der Clubs wirklich entscheiden muss, solange der Bau der A100 noch offen ist.
Nun zieht die Bar 25 etwas weiter unterhalb an die Spree, neben das DAZ (Deutsches Architektur Zentrum), praktisch gegenüber des alten Standorts. Dafür soll das unmittelbar angrenzende Kiki Blofeld aufhören. Müssen. Und noch ein wenig flussaufwärts baut Spindler & Klatt eine neue schwimmende Plattform, vergisst aber, eine Anlegemöglichkeit für Charterboote und Wassertaxis zu bauen. Ein paar hundert Meter weiter liegt das Rio Grande an einer frisch restaurierten ehemaligen Anlegestelle für Fahrgastsschiffe, und schreit nach Bootsverkehr, dort dürfen aber keine Boote anlegen, weil: man-weiß-das-auch-nicht-genau-aber-es-geht-auf-alle-Fälle-nicht-weil-da-ja-irgendwann-einmal-der-neue-Uferwanderweg-langgehen-soll. Und die Betreiber des Sage-Club sollen den alten Grenzanleger im Osthafen gekauft haben, können aber nichts damit anfangen, weil Falk Walter mit dem gesamten Ensemble Badeschiff an der Arena Pleite gegangen ist. Und Mediaspree ist praktisch für oder gegen alles, so genau weiß man das auch nicht, solange eine freie Uferzone von 50 Metern eingehalten wird.
Kriegt vielleicht irgendjemand noch etwas mit? Die Spree zwischen Mitte, Kreuzberg und Treptow ist eine innerstädtische Wasserwelt, die weltweit seinesgleichen sucht. Doch der Bezirk Kreuzberg hat entschieden, nicht mehr soviel Tourismus zu wollen und blockiert den weiteren Ausbau von touristischer Infrastruktur am Wasser. Seinen Teil dazu hat sicherlich auch die Club-Szene am Wasser selbst und der Senat von Berlin in der Kampagne be.berlin dazu beigetragen, die jahrelang das Verteilen von Becks Gold zu überhöhten Preisen und austauschbarer Bumsmusik weltweit als Underground vermarktet haben.
Es ist an der Zeit, sich endlich mit Senat, Bezirk und den Betreibern von Einrichtungen am Wasser gemeinsam an einen Tisch zu setzen, um ein Kernstück der innerstädtischen Spree auch wasserseitig zu entwickeln.Es gibt bis heute keine Möglichkeit auf den fünf Kilometern zwischen dem Historischen Hafen an der Mühlendammschleuse und dem Osthafen legal mit dem Boot festzumachen !
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