Berlin Fashion Week: das Fazit

Designer ScoutsBerlin ist nicht Milan, London oder Paris. Das steht schon seit den letzten Mode-Saisons fest, und es bleibt nun die Frage - was definiert diese Stadt als Modemetropole? Die zwei stärksten Modemessen Europas - Premium und Bread & Butter - sind in Berlin zu Hause. Dazu kommen mehr als 40 Shows im Zelt am Bebelplatz (offizieller Standort der Shows) und diverse off-site Präsentationen. Wir waren fast überall dabei, und haben nun das Beste ausgewählt. Aber erst mal gelernte Lektionen:

  • Mercedes-Benz Shuttles sind kein Werbecoup, sondern eine überlebenswichtige Erfindung für die winterlichen Temperaturen und High-Heels.
  • Zeit-Management ist alles! Man kann nicht überall dabei sein, aber selektiv und gut organisiert kommt man auf das Wesentliche mit.
  • Wodka Cranberry geht gar nicht. Ehrlich.
  • Weiß ist das neue Schwarz, zumindest auf dem Laufsteg. Ansonsten tragen alle sowieso Schwarz (gähn).
  • Partys, Partys, Partys - die Hauptstadt feiert wie immer sich selbst und ihre Sternchen, die pflichtbewusst und zahlreich erscheinen. Man darf ruhig mal an einem Fashion-Abend zu Hause bleiben. Die kommen eh alle morgen wieder.
  • Und last but not least - Meckerei ist out, nett und positiv sein ist mega-in. Weiter so! Wir wollen dass die Modestadt uns doch erhalten bleibt.

Mode und Kunst sind in Berlin immer unzertrennlich, daher präsentierten gleich zum Auftakt der Modewoche die jungen wilden Bernhard Willhelm, Peter Pilotto, Henrik Vibskov und Mikio Sakabe ihre Version des Mercedes Young Classics. Wir sagen nur: wenn es in Antwerpen UND im MoMa in New York gut läuft, soll es in Berlin auch ein Erfolg werden.

Das Belgische Duo A.F.Vandervorst eröffnete die Shows am nächsten Tag und zeigte das, was es am besten kann - Belgian fashion at its best. Haare waren ein wenig schwierig, daher können wir auch die Laufkünste mancher Models nicht richtig beurteilen.

Alles was danach im Zelt (und manchmal wo anders) gezeigt wurde, spricht für eine ernst zu nehmende, kommerzielle, erwachsene Mode made in Germany. Boss, Kaviar Gauche, mongrels in common - alle machen auf den sicheren Business-Look mit einem Hauch Leichtigkeit. Unser Favorit war die Kollektion von "mongrels in common", die exzellente Schnitte, hochwertige Stoffe und eine durchdachte Signatur der beiden Designerinnen zeigte. Ein Paar Backstage Fotos durften wir auch machen.

Unser weiterer Favorit war Dawid Tomaszewski. Dass er schöne Kleider macht, wussten wir bereits, aber seine Strickjacken und Boleros sind einfach Spitze!

Präsentationsformat Frida Weyer war etwas entspannender für die Presse, und sehr angenehm. Frida Weyer zeigte eine Kollektion, wo jedes Teil auch in unserer Garderobe landen könnte. Chapeu!

Natasha’s persönliches Highlight am Samstag war die Show von Vladimir Karaleev. Konsequent, fokussiert und einfach perfekt - alles stimmte. Vielleicht ist weniger doch mehr, und Vladimirs Arbeit ist ein weiterer Beweis dafür, dass man eine gute Show ohne Brimborium und Live-Bands machen kann.

Alles in einem eine sehr gelungene Mischung aus Spaß, Kreativität und Kommerz. Wir bleiben gespannt - und dran! Nächste Woche erzählen wir dann, wer uns am meisten überrascht hat und was man auf gar keinem Fall machen darf. Bis dann, wir freuen uns schon!

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Bildnachweise:

1. mongrels in common AW2011/12
2. Dawid Tomaszewski AW2011/12
3. Designer Scouts
4. Frida Weyer AW2011/12
5. Boss Black AW2011/12
6. Kaviar Gauche AW2011/12
7. mongrels in common AW2011/12
8. mongrels in common backstage
9. mongrels in common backstage
10. Recollection Quartett
11. A.F.Vandervorst AW2011/12

 

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