Buddhistisches Haus

Rund  500 Millionen Anhänger weltweit zählt der Buddhismus, dessen Wurzeln in Indien liegen. Seit nahezu hundert Jahren übt die Religion zusehends eine Faszination auf zivilisationsgestresste Amerikaner und Westeuropäer aus. Bereits im Jahr 1923, nahezu zeitgleich mit der Veröffentlichung von Hermann Hesses Siddhartha, errichtete Dr. Paul Dahlke in Berlin-Frohnau das Buddhistische Haus. Die denkmalgeschützte Anlage aus Wohnvilla, Tempel und Garten zieht bis heute Interessierte aus aller Welt an, wenngleich die Besucherzahlen überschaubar bleiben, was der Ruhe und Ausstrahlung des Ortes spürbar gut tut.

Durch ein steinernes Elefantentor betritt man das 36.000 Quadratmeter umfassende Gelände, und sogleich führen steile Treppen hinauf zur Villa. Neben Wohnräumen für Mönche und Gäste des Hauses befindet sich darin eine Bibliothek, mit einer vergoldeten Buddhastatue als Mittelpunkt. Sonntags werden in dem Lesesaal Vorträge zu fernöstlicher Religion und Philosophie gehalten.

Ein Stück Seelenfrieden findet der Wanderer auf den kleinen Wegen in dem natürlichen Garten mit wilden Sträuchern, Teichen und verwitterten Statuen. Irgendwann stößt er auf ein zweites Bauwerk, das charakteristische Pagodendach kündet von einem Tempel im ostasiatischen Stil. Architekturexperten werden gar dezente Anlehnungen an den Expressionismus erkennen.

Adresse: Buddhistisches Haus, Edelhodamm 54, 13465 Berlin

Aus: Eichhorn, Peter & Götz, Thomas: Berlin. Sakrale Orte. Grebennikov Verlag, 2010. ISBN: 978-3-941784-09-3

 

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