Stahlrohre zusammenschweißen! - Stahlskulpturen von Brigitte und Martin Matschinsky-Denninghoff

Auch an einem Tag der Wahlgang in Berlin sollte der Blog-Eintrag nicht aus bleiben. Gestern parlierte der Regierende Bürgermeister Wowereit noch unter der Sonne auf die Bühne mit den amerikanischen Schauspieler Larry Hagman, bekannt als J. R. Ewing aus der Serie "Dallas",  heute wird es schon ernst. Wir begeben uns jedoch auf die Kunstsuche.

Das Künstlerpaar Brigitte und Martin Matschinsky-Denninghoff hat unzählige Kunstwerke in den öffentlichen Raum Europas gestellt. Auch wenn der Anfang ihrer Karriere schwer war: es hat damals in Deutschland keiner von Henry Moore oder Antoine Pevsner gehört, dessen Werk die jungen Künstler so beindruckten. Und überhaupt, war alles Abstrakte und Ungegenständliche verpönt. In 1959 kam jedoch der Durchbruch: das Prix Bourdelle. Danach folgten die Documenta und die Biennale.

Uns so hat Berlin sich auch mit Stahlskulpturen geschmückt.  Eine der bekanntesten steht am Kurfürstendamm, in der Tauentzienstraße und heißt sogar "Berlin". Es wurde in 1987, anlässlich des 750 Geburtages der Hauptstadt installiert. Eine der schönsten Arbeiten des Künstlerduetts ist vor dem Eingang in die Berlinische Galerie zu bewundern. Der Kulturtempel beschäftigt sich hauptsächlich mit Kunst aus bzw. über Berlin. Unter dem heutigen grauen Berliner Himmel, sehen die tanzenden Giganten wie kalte zusammengeklebte Spaghetti aus, und es gibt vielleicht keine schönere Metapher für Berlin an einem solchen Tag.

 

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