C|O Galerie zieht um

Am Wahltag, Sonntag 18 September 2011, wird in Berlin schon wieder was entschieden. In den letzten Monaten hat uns die Politik mit unterschiedlichsten Machttaktiken bespielt. Eins von den Gebieten, die die Aufmerksamkeit auf sich zogen, war Kultur.  Die Erfolge Wowereits mit seiner sich in die Ewigkeit ziehenden Kunsthallediskussion und der "Based in Berlin" Ausstellung sind, gelinde gesagt, fragwürdig. Über die Ausstellung, die auf die Schnelle nach dem Prinzip "Freunde werben Freunde" gebastelt wurde, wird lieber nicht geredet. Die Kuratoren und die Politik möchten die Frage nach vergeudeten Steuermillionen nicht groß in der Öffentlichkeit besprechen. Den kritisierenden Künstlern, die nicht vertreten waren, wird sofort Frustration vorgeworfen und den Zuschauern - Mangel an Geschmack und Vision.

Nach dem Motto Apres nous le deluge, war die Vorderwand des Atelierhauses Monbijou ausgerissen und in NBK ausgestellt – nur schade, dass der Künstler und die Kuratoren über die Existenz von Gordon Matta Clarks vergaßen. Nun, völlig nutzlos war dieses Kunstwerk doch nicht. Bis vor kurzem haben sich dort die Obdachlosen eingerichtet, zum Grillen, Trinken, Schlafen, Freundschaften Schließen. Vor einem Monat war die Idylle abrupt vorbei: die Nische ist nun zugemauert.

Also, lange Rede – kurzer Sinn: C|O Galerie zieht in das Atelierhaus Monbijou ein und das Postfuhramt wird zu einem Lofthaus und Supermarkt umgewandelt.

 

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