Strandhaus und das Wasser

Restaurant Trandhaus BerlinGetränkepreise, vor allem bei Wein, bleiben ein Reizthema in der Gastronomie. Nicht selten versuchen die Wirte, über den teuren Schluck ihre Kalkulation zu optimieren. Wenn es im Rahmen bleibt, lässt sich das durchaus tolerieren.

Grenzwertig wird das Ganze, wenn das Preis-Leistungs-Gefüge völlig aus dem Gleichgewicht gerät. Nehmen wir die (in derzeit sommerlichen Zeiten mit Temperaturen gut jenseits der 30 Grad dringend notwendigen) Flasche Wasser. Kehrt der Gast in der Sterne-Gastronomie ein, so ist er nicht überrascht, wenn dort eine Flasche Wasser mit stolzen 9.- Euro aufgerufen wird. Deftig überteuert ist das sehr wohl, aber man ist irgendwie darauf gefasst.

Eine gewaltige Überraschung, die ich gerne Unverschämtheit nennen möchte, sind die Getränkepreise in dem Fischrestaurant „Strandhaus“ im stets baumängeltechnisch eingerüsteten Kollhoff-Haus am Potsdamer Platz. Die Freude über ein neues Fischrestaurant in Berlin war groß, zumal der Preis für ein ordentliches zwei-Gang-Mittagsmenü um die 10 Euro doch recht einladend erscheint.

Wer durstig die Frage „Möchten Sie noch etwas trinken?“ bejaht und eine Flasche Mineralwasser ordert, ohne die Karte zu konsultieren, ist am Ende womöglich überrascht, wenn sich die Zeche plötzlich verdoppelt hat. Eine 0,75 Flasche Apollinaris schlägt mit frechen neun Euro zu Buche. Für ein Restaurant dieser Kategorie völlig unangemessen. Ein Weizenbier kostet fünf Euro. Immerhin hat die freundliche Kellnerin einen Schüler, der eine große Cola bestellen wollte, noch freundlich gewarnt und vor Schlimmeren bewahrt.

Adresse: Alte Potsdamer Strasse 1, am Potsdamer Platz, 10785 Berlin, http://www.strandhaus-restaurants.com

 

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