Ostalgie für den Magen

Typisches Essen in Berlin endet nicht bei Eisbein mit Erbspüree und gebratene Leber Berliner Art. Auch die DDR hat ihre kulinarischen Spuren Hinterlassen und so schwären auch heute noch zahlreiche Eingeborene auf Ketwurst, Broiler und Grilletta. Nicht ohne ein Schmunzeln auf den Lippen, berichteten wir in "Berlin beißt sich durch" auf Seite 150 über die Speisegaststätte Efinger mit einer Speisekarte und einer Atmosphäre im Schankraum, die von Wandtapete bis Club-Cola den vergangenen Charme des Berliner Ostens einfing.

Mit Bedauern vernahmen wir die Meldung, dass es die Speisegaststätte Efinger nicht mehr gibt. Glücklicherweise folgte kurz darauf ein erleichtertes Aufatmen, da unter neuem Namen ein Neustart gewagt wurde, der die bewährte und besondere Atmosphäre beibehielt, um sie qualitativ noch zu übertreffen. Pietschmanns nennt sich das Lokal nunmehr und bietet die Klassiker der Hohenschönhauser Küche zu freundlichen Preisen in historischem Ambiente: Ukrainische Fleischsoljanka mit Sauerrahm, Hackepeter nach Hausrezept und Berliner Pökeleisbein auf Sauerkraut.

Seit kurzem veröffentlichen die Bezirke die hygienischen Kontrollergebnisse der Überprüfungen von Gaststätten und Schankwirtschaften im Internet (unter http://www.berlin.de/sen/verbraucherschutz/lebensmittel-ernaehrung/kontrollergebnisse/betriebssuche/index.de.php). Das neue Gasthaus Pietschmanns erhielt auf Anhieb die vortreffliche Beurteilung: Gut!

 

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