Traditionscafé im historischen Ambiente schließt

Noch ahnen viele Gäste des bekannten Opernpalais Unter den Linden nichts davon, aber zum Jahresende wird das 1991 neben dem Kronprinzenpalais eröffnete Café-Restaurant mit seinen schönen Sälen die Pforten schließen müssen.

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Der morastige Boden der Hauptstadt sorgt dafür, dass intensive Baumaßnahmen nötig sind, um das Gebäude dauerhaft zu erhalten. Statische Veränderungen und Risse in den Kellermauern lassen daran keine Zweifel und die benachbarte Staatsoper ist derzeit ja ebenfalls wegen aufwändigen Sanierungsmaßnahmen eingerüstet. Mindestens zwei Jahre werden die erforderlichen Bauarbeiten dauern.

Mit großem Bedauern blickt Betreiber Manfred Otte dem Ende des Ortes entgegen, den er vor 20 Jahren für die Berliner und Besucher eröffnete. Besonders macht ihm die Tatsache zu schaffen, dass er seinen 70 Mitarbeitern die Kündigung aussprechen musste, um sie in eine ungewisse Zukunft zu entlassen. Noch immer sind der grüne Vorgarten und die historisierenden Innenräume eine der wenigen Möglichkeiten, eine entspannte und kulinarische Auszeit am östlichen Ende der Linden zu genießen. Glücklicherweise bleiben noch ein paar Tage, bis sich der Schlüssel im Schloss ein letztes Mal dreht. Am 31. Dezember um 24 Uhr muss Otte den Schlüssel abgeben, daher wird es in diesem Jahr nicht die beliebte Silvesterfeier im Opernpalais geben. Bis dahin werden sicher viele der treuen Gäste dem Hause noch einen wehmütigen Abschiedsbesuch abstatten. Diese Institution wird uns fehlen!

 

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