Die Zunftgaststätte deckt den Tisch

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Immer wieder lohnt sich seit Jahresbeginn der Blick in die Zunftmarkthalle hinter dem Rathaus Tiergarten in Moabit. Nur wenige Schritte von U-Bahnhof Turmstraße entfernt, spricht das wachsende Sortiment an kunstvollen und kulinarischen Produkten nicht nur die Menschen im Viertel an.

Die alte Arminius-Markthalle aus dem Jahr 1891 entwickelt sich weiter. Neu Produkte, neue Stände und neue Unternehmen drücken dem Ort ihren Stempel auf und sind sehr bemüht, frischen Wind in den problematischen Kiez zu wehen. Gerade die kulinarischen Angebote zeichnen sich durch Regionalität, hohe Qualitätsstandards und faire Preise aus. Diese finden nun auch den Weg von den Ständen in das neue Restaurant gleich am Südeingang der Halle, die Zunftwirtschaft. Der schlichte, aber zugleich freundliche Raum, empfängt die Gäste zu einer deftigen Zwiebelsuppe, einem Wurstsalat, einem nachmittäglichen Kaffee-Kuchengedeck, einem Bauernfrühstück oder einer Käseplatte. Schöne Weine von den Anbietern aus der Halle, oder ein frisches Bier der halleninternen Brauerei, Brewbaker, ergänzen das Angebot. Die Preise sind einigermaßen fair kalkuliert. Preiswert für die Qualität der Produkte, für Moabit jedoch bereits recht gehoben. So kostet der Wurstsalat mit Krustenbrot 6 Euro, der geheimnisvolle Märkische Tapasteller schlägt mit 9 Euro zu Buche und ein gegrilltes Rückensteak vom Schwein mit Salat und Bratkartoffeln kommt auf 15,50.

Bald wird ein Kunstkeller den Abendbetrieb bereichern und auch Kochkurse stehen auf dem Programm. Den Sommer über sind die Öffnungszeiten auf 16 bis 24 Uhr beschränkt, ansonsten ist auch ein Tagesbetrieb mit Mittagstisch geplant. Sonntag ist Ruhetag.

 

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