Schlechte Nachrichten für Sushi-Freunde

Im Rahmen des Kulinarischen Kinos der Berlinale 2011 lief auch der Film „Jiro Dreams of Sushi“ von David Gelb. Der Regisseur begleitet den 85-jährigen Großmeister der Reisrolle, der in Tokio das legendäre Restaurant "Sukiyabashi Jiro" betreibt. Es liegt in einer U-Bahn-Station der japanischen Hauptstadt, verfügt über zehn Plätze und wurde vom Guide Michelin mit drei Sternen ausgezeichnet.

Der sehr sehenswerte Film zeichnet ein ungewöhnliches Sittenbild zwischen altmeisterlicher, traditionsreicher Kochkunst und einer modernen Metropole des 21. Jahrhunderts. Es ist gleichsam eine Familiengeschichte, verbunden mit dem Druck und Anspruch, der auf den Söhnen lastet, die keine Wahl haben, als das Erbe des berühmten Vaters weiter zu tragen.

Im Gespräch mit dem Regisseur während der Berlinale, musste selbstverständlich die Frage gestellt werden, ob er, der ja im Rahmen der Dreharbeiten vom womöglich besten Sushi-Koch der Welt verköstigt worden war und an der Quelle der Kenntnis nippen durfte, in Berlin eine Restaurant-Empfehlung für uns hätte, deren Sushi in den Augen eines Kenners zumindest ein annehmbares Niveau aufweisen würde. Charmant verneinte David Gelb und erklärte, dass ihm befreundete Kenner der kulinarischen Szenerie geraten hätten, in Berlin definitiv etwas anderes zu essen. Mit dem japanischen Standard hätte das Susi hier recht wenig gemein.

Bedauernswerte Berliner. Wir brauchen bessere japanische Restaurants in der Hauptstadt. Wir sollten diesbezüglich einmal bei der Botschaft Japans nachhaken!

 

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