"Wir haben es satt" – Großdemonstration in Berlin

Großdemonstration gegen Gentechnik in BerlinNein zu Gentechnik, Tierfabriken und Dumpingexporten" lautete das Motto der Demonstration, bei der 22.000 Teilnehmer vom Hauptbahnhof zur Abschlusskundgebung am Brandenburger Tor zogen, um für Reformen innerhalb der Agrarpolitik und für besseren Verbraucherschutz als Konsequenz aus dem Dioxin- und weiteren Lebensmittelskandalen zu demonstrieren.

Ein Bündnis aus 120 Organisationen rief zu der Veranstaltung für gentechnikfreie, gesunde und fair produzierte Lebensmittel auf, darunter der BUND, Slow Food, Nabu und verschiedene Umwelt- und Bauernverbände, Eine-Welt-Gruppen und Bürgerinitiativen gegen Massentierhaltung und Gentechnik.

Eine von der Bundesregierung ausgerichtete Agrarwirtschaftskonferenz auf der Grünen Woche war der Anlass der Demonstration. Felix Kolb,  Geschäftsführer der politischen Internet-Plattform Campact erklärte den Standpunkt der Veranstalter: "Der heutige Protest zeigt: Die Bevölkerung will ein Ende der industriehörigen Landwirtschafts- und Lebensmittelpolitik. Strengere Lebensmittelkontrollen alleine reichen nicht aus. Wir brauchen eine grundlegende Wende in der Agrarpolitik. Bundesagrarministerin Ilse Aigner muss eine echte EU-Agrarreform und den Ausstieg aus der Massentierhaltung voranbringen anstatt beides zu bremsen."

Adresse: Platz des 18. März, 10117 Berlin

 

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